
Folge 2: Wenn Tiere zu Schimpfwörtern werden
„Was tierische Beleidigungen über Nähe, Macht und Mitgefühl verraten.“
Wie Alltagssprache unser Verhältnis zu Tieren prägt
In dieser Blogreihe geht es um Worte, die wir täglich benutzen – über Tiere, über Konsum, über Gewohnheiten. Begriffe, die harmlos klingen, aber Sichtweisen prägen. Formulierungen, die Distanz schaffen. Redewendungen, die Tiere zu Dingen machen.
„Worte, die weh tun“ ist mein persönlicher Raum, um genau dort hinzuschauen.
Ich schreibe über Werbung, die in mir alte Muster berührt. Über Gespräche, in denen Tierleid plötzlich hinter Humor oder Normalität verschwindet. Über Kommentare aus meinem Umfeld – und darüber, was sie in mir auslösen. Es geht um Trigger, um innere Reibung und um das Gefühl, manchmal fremd zu sein mit dem, was ich sehe. Und um die Frage, wie ich mit diesem Mitgefühl leben kann, ohne hart zu werden – und ohne mich selbst dabei zu verlieren.
Diese Texte entstehen aus Alltagssituationen: in der Arbeit, beim Einkaufen, beim Zuhören. Sie zeigen, wie eng Sprache und Haltung verbunden sind – und wie sehr unsere Worte beeinflussen, ob Tiere als Lebewesen wahrgenommen werden oder als Selbstverständlichkeit.
Für mich ist diese Reihe ein Versuch, Bewusstsein sichtbar zu machen. Nicht anklagend. Nicht belehrend. Sondern ehrlich.
Ich glaube daran, dass Veränderung oft mit kleinen Momenten beginnt: mit einem Satz, der innehalten lässt. Mit einer Formulierung, die plötzlich anders klingt. Mit der Bereitschaft, genauer hinzuhören – auch bei sich selbst.
„Worte, die weh tun“ lädt dich ein, Alltagssprache neu zu betrachten. Vielleicht entdeckst du dabei eigene Muster. Vielleicht entsteht ein stiller Perspektivwechsel. Und vielleicht wächst daraus Mitgefühl – für Tiere, für andere und für dich selbst.

„Was tierische Beleidigungen über Nähe, Macht und Mitgefühl verraten.“